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| Paul Bonatz Bauten an Rhein und Neckar | ||||
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Mit Texten von Marc Hirschfell, Wolfgang Voigt, N.N. ca. 200 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen 24 × 27 cm. Hardcover Die Subskriptionfrist wurde verlängert! Paul Bonatz gehörte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den bekannten und einflussreichen Architekten in Deutschland. Sein Hauptwerk ist der Stuttgarter Hauptbahnhof (1911–1927), ein seinerzeit Aufsehen erregender Bau der frühen Architekturmoderne, der mit locker gruppierten kubischen Volumen eine Monumentalität des freien Gleichgewichts darstellte. Genau hundert Jahre nach dem vorausgegangenen Wettbewerb, den Bonatz mit einem Entwurf unter dem Motto „Umbilicus Sueviae“ (der Nabel Schwabens) gewonnen hatte, widmete ihm das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt 2011 eine viel beachtete Werkschau. Fast vier Jahrzehnte lang wirkte Paul Bonatz als Architekturlehrer an der TH in Stuttgart, wo er mit gleichgesinnten Kollegen die von seinem Lehrer Theodor Fischer begründete, handwerklich orientierte „Stuttgarter Schule“ zu einer der wichtigsten Ausbildungsstätten ausbaute. Seine eigenen Bauten bewegten sich zwischen moderater Moderne, Bautradition und Klassizismus. Einen hervorragenden Ruf genossen seine in die Landschaft eingepassten technischen Bauten. Paul Bonatz war ein liberaler Kosmopolit, was ihn nach 1933 jedoch nicht daran hinderte, trotz aller Zweifel am Nationalsozialismus und an der Maßlosigkeit seiner Architektur, an dessen Repräsentationsaufgaben mitzuarbeiten. Den daraus entstandenen Widersprüchen entzog er sich in der letzten Phase des „Dritten Reiches“ durch die Übersiedlung in die Türkei, wo er wiederum als Architekturlehrer beträchtlichen Einfluss ausübte. Obwohl Paul Bonatz auch anderswo bedeutende Bauwerke errichtete, wie die Stadthalle Hannover oder das Opernhaus in Ankara, konzentriert sich die Masse seines Werkes auf die Städte und Landschaften im Südwesten Deutschlands. Das Buchprojekt Paul Bonatz an Rhein und Neckar wird eine Serie von ca. 30 Bauten vorstellen, die aus einer weit größeren Anzahl noch bestehender Werke des Architekten in dieser Region ausgewählt wurden. In den Fotografien von Rose Hajdu, die zwischen 2009 und 2012 aufgenommen wurden, wird jeder dieser Bauten mit zahlreichen Aufnahmen dokumentiert und durch einen begleitenden Text eines renommierten Architekturhistorikers erläutert. Rose Hajdus Bilder zeigen die große Bandbreite der Aufgaben, die Bonatz in Baden und Württemberg realisierte. Das Spektrum reicht von privaten Wohnhäusern über Schulen, von Bibliotheken, Rathäusern und Geschäftshäusern bis zu Industrieanlagen und Technikbauten, wie den Staustufen am Neckar. In einem Fall soll der in diesem Band behandelte Raum auf das andere Rheinufer ausgedehnt werden – mit einem Blick auf das Kunstmuseum in Basel, das zu den besten Schöpfungen des Architekten zählt. Von den Bonatz-Bauten in der Region sind viele erstaunlich gut erhalten. Jedoch bekommen nicht alle die Pflege, die sie verdienen. So wurde durch den für Stuttgart 21 vorgenommenen Abbruch der Seitenflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs das sorgfältig ausgewogene Ensemble dieses Kulturdenkmals für immer zerstört. Andere Bauten sind durch Planungen gefährdet, wie die Bonatz’schen Neckarschleusen, die für die Umgestaltung des Flusses zur europäischen Wasserstraße umgebaut werden sollen. Rose Hajdus Bilder erlauben einen Blick auf den aktuellen Zustand des noch vorhandenen Bestands in der Region und öffnen die Augen für die baumeisterlichen Qualitäten dieser Bauten. Die Fotografien zeigen auch zahlreiche bisher unbekannte oder wenig beachtete Innenräume und liebevoll gestaltete Details. Durch die Aufnahmen wird deutlich, dass viele Eigentümer von Bonatz-Häusern ihren Besitz durchaus mit Sorgfalt behandeln und den Wert ihrer Gebäude schätzen und würdigen. Der geplante Band kann dazu beitragen, dass die Bauten dieses Architekten eine bessere Zukunft haben werden als der geschundene Bahnhof. Die Fotografin und die Autoren: Rose Hajdu, freie Fotografin mit den Schwerpunkten Architekturfotografie, Denkmalpflege, Archäologie und Kunst. 1978–81 Amtsfotografin des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg. Dr. Marc Hirschfell, Kunsthistoriker. Referent für Öffentlichkeitsarbeit der Architektenkammer Baden-Württemberg. 1997–2001 Architekturkritiker für die Stuttgarter Zeitung. Co-Autor der Ausstellungskataloge des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt über Paul Schmitthenner und Paul Bonatz. Dr.-Ing. habil. Wolfgang Voigt, Architekt, Mitglied des Deutschen Werkbundes Hessen. Seit 1997 stellvertretender Direktor am Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt. Zahlreiche Publikationen. Kurator von Ausstellungen u.a. über Heinz Bienefeld, Ernst May, Helmut Jacoby, Paul Schmitthenner, Dominikus Böhm, Gottfried Böhm und Paul Bonatz. | ||||
| ISBN | 978 3 8030 0754 4 |
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| Auflage | |
| Autor | Rose Hajdu |
| Erscheinungsdatum | 4. Quartal 2013 |
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| Architekturschulen | |||
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Texte: Iñaki Bergera, Katja Bernhardt, Jasper Cepl, Mark Escherich, Christiane Fülscher, Olaf Gisbertz, Ulrich Knufinke, Bernita Le Gerrette, Katrin Lichtenstein, Jennifer Meyer, Simon Paulus, Klaus Jan Philipp, Kerstin Renz, Ulrich Maximilian Schumann, Frank R. Werner, Elke Katharina Wittich, Kerstin Zaschke Tagungsband der gleichnamigen internationalen Tagung an der Universität Stuttgart, Institut für Architekturgeschichte, 8. bis 9. Juli 2011. Ob Madrider Schule, Weinbrenner-Schule oder die Vorarlberger Bauschule – in der internationalen Architektenausbildung sind Schulbezeichnungen geläufige Etiketten. Die "Architekturschule" oder "School of Architecture" ist bis heute als Markenzeichen und Identifikationsmodell wirksam, der Begriff hat seine Attraktivität seit dem 19. Jahrhundert nicht eingebüßt. Der Hinweis auf die Ausbildungsherkunft ist in der akademischen Architektenausbildung ebenso üblich wie in den Geisteswissenschaften. Vor allem Entwurfslehrer meinen zu erkennen, ob ein Studierender oder Diplomand aus Weimar, London oder Braunschweig kommt. Die Frage nach der "Architekturschule" ist aktuell und wird es bleiben, solange nach der besten Form der Ausbildung von Architekten gesucht wird und Studenten sich Gedanken über den erfolgversprechendsten Studienort machen. Am Standort der bekannten "Stuttgarter Schule" haben sich auf Einladung des Instituts für Architekturgeschichte der Universität Kunst- und Architekturhistoriker zentralen Fragestellungen rund um das Thema Architekturschule gewidmet: Wie viel Propaganda und wie viel praxisorientierte Pragmatik stecken hinter dem Schulbegriff, welche Programmatik wird jeweils wirksam? Der illustrierte Tagungsband gibt umfassende Antworten und wird von einer Darstellung zur Historie der Baugeschichtslehre in Stuttgart ergänzt. Aus dem Inhalt: F. R. Werner: Das zwiespältige Bild sogenannter Architekturschulen im 19. und 20. Jahrhundert; E. K. Wittich: Backstein und Bücher – Die Berliner Schulen der Architektur im 19. Jahrhundert; S. Paulus und U. Knufinke: Braunschweig vor der "Braunschweiger Schule"; J. Cepl: Die Ungers-Schule; K. Bernhardt: "Schule" – ein überholter Ordnungsbegriff mit Potenzial. | |||
| ISBN | 978 3 8030 0750 6 |
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| Auflage | 1 |
| Autor | Klaus Jan Philipp, Kerstin Renz (Hrsg.) |
| Erscheinungsdatum | 11. Dezember 2012 |
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| Hans Scharoun: Philharmonie. Berlin 1956–1963 | |||
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Der fünfte Band der O´Neil Ford Monograph-Reihe, herausgegeben vom Center for American Architecture and Design (CAAD) und dem O´Neil Ford Chair in Architecture an der University of Texas at Austin. Jede dieser Monografien in englischer Sprache analysiert ein wichtiges Bauwerk moderner Architektur in fundierten Essays und an Hand von zahlreichen Fotos, Originalskizzen und Plänen. Die schön aufgemachten Bände ermöglichen so dem Leser ein ausgesprochen detailliertes Studium ausgesuchter architektonischer Werke. Rising with its golden roof from the self-inflicted ashes of World War II, right at the center of the remains of Hitler´s megalomaniac World Capital Germania, the new concert hall for the Berlin Philharmonic Orchestra has become the symbol of another Germany; a newly democratized nation that sought to reshape itself with the help of cultural experiences. Today, the Philharmonie is the nucleus of Berlin´s Kulturforum with five museums, two concert venues and the state library, West Berlin´s response during the Cold War to the Museum Island on the east of Berlin. Hans Scharoun´s design for the Philharmonie is without precedent. It became the paradigm for numerous concert halls all over the world, but none has ever come close to the Philharmonie´s conceptual, compositional, constructional, social and synesthetic experiential integrity. Scharoun (1893-1972) had pursued all his life to project a symbol for new democracy in Germany. Ever since the revolutionary air swept German society after World War I, Scharoun and a number of his friends were dreaming of the new gleaming glass dome on top of a cultural building that would become the alternative to the cathedral. More than four decades later, the purpose-built concert hall for one of the world´s most respected orchestras, opened its doors to an avid audience. The Philharmonie´s unconventional forms, mostly non-orthogonal planes with a few curves – notably as part of the roof and the ceiling – met with incredulity and outright rejection. When the designs were published, vociferous commentators were sure that it could not be built. Its apparent irregularity was thought by some to be costly and unnecessary. Yet on completion, the spatial magic and the constructional logic won over most critics. Nevertheless, there are some who remain hostile to the design, considering it to be irrational and overly expressive. With the possibility of publishing the drawings from the Scharoun Archive at the Academy of the Arts, Berlin, anyone with a slightest ability to read drawings will be able to trace the direct approach to the detailing and construction of the Philharmonie´s spatially complex, yet highly logical composition. | |||
| ISBN | 978 3 8030 0758 2 |
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| Auflage | 1 |
| Autor | Wilfried Wang, Dan Sylvester (Hrsg.) |
| Erscheinungsdatum | ca. Juli 2013 |
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| Paraguay | |||
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Jeder Band der O´Neil Ford Duograph-Reihe analysiert zwei zeitgenössische Bauwerke jeweils eines Landes in fundierten Essays und an Hand von zahlreichen Fotos, Originalskizzen und Plänen. Die schön aufgemachten Bände ermöglichen dem Leser ein detailliertes Studium ausgesuchter architektonischer Werke und bieten einen Überblick über die mit beste, wenn bislang zum Teil auch übersehene, zeitgenössische Architektur weltweit. – In englischer Sprache und wie die Monograph-Reihe herausgegeben vom Center for American Architecture and Design (CAAD) und dem O´Neil Ford Chair in Architecture an der University of Texas at Austin. With this fifth O´Neil Ford Duograph, The Center for American Architecture and Design together with the O´Neil Ford Chair in Architecture at The University of Texas at Austin are publishing another set of buildings by two architects from one country in South America. Without doubt Solano Benitez and Javier Corvalan are two outstanding figures of contemporary Paraguayan architecture, both as architects and teachers. But more than that, their work shows a research approach that is quite unlike that of any of their international colleagues. Given its natural resources, a strong emphasis on self sustained local economy and the prospect of an open and more vibrant future, Paraguay is ready to project its next phase of development without repeating or importing the failures of modern progress: a radical plea for a low-tech rather than a high-tech approach. Energy generation and consumption, emission standards, appropriate construction methods and defensible agricultural processing methods are key decisions towards a sustainable future of humanity worldwide. Benítez and Corvalán contribute clear and profound statements how to build towards this future thus shifting consuetudinary definitions of relevance in modern architecture. Water and land are the exuberant and predominant resources of Paraguay both for local economy as well as for industry. Water and land are the foundations for the rural agriculture economy- still the primary source of Paraguay´s national income. Electricity generated from waterpower allows the population of about 6 million people to be basically autonomous from other energy sources. A large surplus of energy is exported. Yet, the majority of jobs are related to a rural economy rather than to an urban labor market of business services. The unemployment rate is high, the number of long-term jobs is low, individual annual income steadily ranks on the lowest levels worldwide. Remoteness on a local and international level characterizes the contact with and within Paraguay. It is this taxing context in which architects Solano Benítez and Javier Corvalán are working. With visionary clarity both architects alter conjectural detriments of scarcity and limitations into assets. With straightforward frankness they demonstrate that necessity is the mother of invention and human creativity remains a guarantee for culture. How to accomplish sustainability and suitability at all scales are the lessons to be learnt from these architects. Although their works are distinctly different artistic articulations it is the cultural context and its interpretation that connects their actions. Solano Benítez´ audacious brick structures are hand crafted, rough, minimal and of strikingly beautiful elegance like the best engineering structures at all times. The featured Abu & Font house earned him the prestigious Swiss BSI Architectural Award in 2008. Like pioneers he and his team boldly conquer new fields of construction even if using familiar and traditional products. Javier Corvalán´s fine sense of observation results in incredibly stimulating and flexible spaces - be it a private house, a cultural center, a library, or his own house and office. The intentional informality of the plan is consequently and successfully transformed into experimental plastic configurations. A subversive dismissal of traditional definitions of an object not to mention a building, its meaning and its technical representation is key to the chosen tectonic order which more than once relies on transformations of ready-mades or trivial construction methods. | |||
| ISBN | 978 3 8030 0759 9 |
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| Auflage | 1 |
| Autor | Barbara Hoidn (Hrsg.) |
| Erscheinungsdatum | ca. July 2013 |
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| Casanova + Hernandez: Scale & Perception | ||||
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Helena Casanova und Jesus Hernandez haben für ihre Ausstellung in der Architektur Galerie Berlin eine stark bildhafte Strategie entwickelt. Unter der Überschrift "Scale & Perception" konstruierten sie eine beinahe minimalistische Ausstellungsinstallation aus zwei begehbaren Miniaturräumen – einem außen schwarzen und innen weißen Holzobjekt, dessen "Wände" von verschieden großen Öffnungen durchschnitten sind, und einem Geviert aus transparenten Folien, die mit einem dichten Gingko-Laub-Motiv bedruckt sind. Diese Miniaturräume fungieren als Bildträger für die Wohnungsbauten "The Black and White Twins" und "The Gingko Project", die Casanova + Hernandez kürzlich fertig gestellt haben und die gleichsam als Manifest ihrer Arbeit gelesen werden können. Der Blick der Architekten richtet sich dabei weniger auf die Funktion des Wohnens, sondern auf die Frage, mit welchen einfachen Mitteln sich die Wahrnehmung einfacher Baukörper modulieren lässt. Während dies bei "The Black and White Twins" eine geometrisch raffiniert strukturierte Fassade ist, wird "The Gingko Project" durch die verspielt wirkende Ornamentik einer bedruckten Glasfassade geprägt. Von besonderer Bedeutung ist hierbei das Thema der sich verändernden Wahrnehmung durch unterschiedliche räumliche Distanzen. So entpuppt sich die Fassade von "The Black and White Twins" erst beim Näherkommen als raffiniertes Geflecht aus sich überlagernden linearen Strukturen. Dieses Geflecht wurde auf der Grundlage der Fensteranordnung – als Spiegel der inneren Funktionen – sowie der notwendigen Materialfügungen des Fassadenmaterials entwickelt und kann als abstrahierte Referenz an die Parzellierung der umliegenden Baufelder verstanden werden. Hier musste auf einer riesigen freien Fläche ohne markante Anhaltspunkte eine Form kreiert werden, die eine sinnfällige städtebauliche Struktur ergibt. Demgegenüber steht der bauliche Bestand bei "The Gingko Project", der auf der einen Seite von einer bestehenden Wohnsiedlung geprägt ist und auf der anderen Seite von einem wunderschönen Park mit altem Baumbestand. Beiden Projekten gemeinsam ist die Strategie, Fern- und Nahwirkung zu einer Wahrnehmungsabfolge zu thematisieren. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch die Ausstellung: Während der Betrachter von außen lediglich einen räumlich neu strukturierten Ausstellungsraum wahrnimmt, erkennt er beim Herantreten die Unterschiedlichkeit der Einbauten und deren Dualität: Hier das rational Begründete, dort das sinnlich Ornamentale. Innerhalb der beiden Miniaturräume sind schließlich Elemente zu entdecken, die auf konkrete Details des Ortes und der Nutzung verweisen. Die derart gestaffelten Ebenen verdeutlichen das Credo von Architektur als funktional gleiche, aber mit unterschiedlich interpretierbaren Schichten verkleidete "Kisten". Das architektonische Werkzeug der "Haut" täuscht dabei jedoch nichts vor, was gar nicht ist, sondern bleibt als bewusst gestaltete Membran zwischen Innen und Außen erkennbar. Maßstab und Wahrnehmung als zentrale Themen der Architektur von Casanova + Hernandez werden durch diese Artefakte zugleich konkret und abstrakt in den Ausstellungsraum transformiert. Der Vertiefung dieses zentralen Architekturthemas dient dieses Buch mit Fotografien von Christian Richters. Diese zeigen aus seiner speziellen Sicht die vielen sich überlappenden Schichten, welche die visuelle Wahrnehmung der Gebäude prägen. Sie werden durch zahlreiche Pläne und Detailzeichnungen ergänzt, in denen die einzelnen Schichten seziert werden um zu zeigen, welche Rolle diese einzelnen "Layer" bei der Gesamtwahrnehmung spielen. Vervollständigt wird das Buch durch den manifestartigen Text "Scale & Perception: Rethinking Phenomenological Architecture in the Global Age" von Casanova + Hernandez. | ||||
| ISBN | 978 3 8030 0766 7 |
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| Auflage | 1 |
| Autor | Ulrich Müller (Hrsg.) |
| Erscheinungsdatum | 16. Mai 2013 |
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| Unter schwingenden Gewölben | ||||
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In Ravensburg hat die moderne Kunst eine neue Heimat gefunden, das neue Kunstmuseum in der Burgstraße, das am 9. März eröffnet wurde. Es beheimatet eine der größten Privatsammlungen Süddeutschlands mit Werken des 20. Jahrhunderts, die der frühere Werbeberater Peter Selinka mit seiner Frau Gudrun zusammengetragen hat. Unter beschwingten Ziegelgewölben stehen den Kuratoren ideale Ausstellungsbedingungen zur Verfügung. Es bietet darüber hinaus Raum für Wechselausstellungen und Kreativ-Angebote. Darüber hinaus ist es das erste nach dem Passivhaus-Standard zertifizierte Kunstmuseum. Mit seiner äußerst wirksamen Wärmedämmung, seinem fortschrittlichen Energiemanagement mit ausgeklügelter Wärmerückgewinnung und einer Geothermieanlage setzt das vom Architekturbüro Lederer Ragnarsdóttir Oei errichtete Gebäude ökologische Maßstäbe im Museumsbau. Mit seiner lebendigen Fassade aus wiederverwendeten Abbruchziegeln und dem archaischen Baukörper stellt es ein neues Wahrzeichen unter den Baudenkmalen der Altstadt dar. Entsprechend dem Motto "Erst kommt die Stadt, dann das Haus" haben die Stuttgarter Architekten auch das neue Kunstmuseum auf das historische Stadtensemble Ravensburg bezogen. Arno Lederer: "Die Architektur hat heute drei Möglichkeiten. Entweder sie ahmt die alten Häuser nach, wie zum Beispiel in Dresden – aber mit ganz anderem Inhalt. Oder sie setzt – in der Haltung der Moderne – mit dem Neuen einen klaren Kontrast zum Bestand. Oder aber sie nutzt, wie wir es versuchen, die Möglichkeit, die Stadt weiterzubauen. Etwas, das man Kontinuum-Denken nennen könnte. Wir gehen immer von der Konstruktion aus, nicht von einer vorgefassten Form, die wir nachahmen wollen." | ||||
| ISBN | 978 3 8030 0757 5 |
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| Auflage | 1 |
| Autor | Falk Jaeger |
| Erscheinungsdatum | 8. März 2013 |
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| Wohn- und Siedlungsformen im West-Iran (Kordestan) | |||
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Das Buch präsentiert umfassende und fundierte Erkenntnisse zu einer Erweiterung der in der Bauforschung bekannten Typologie ländlicher Wohn- und Siedlungsformen auf das bislang unerforschte Gebiet des West-Iran (Kordestan). Basierend auf intensiver Feldforschung in diesem Gebiet der sich überschneidenden Kulturen können Aussagen über die Wohn- und Siedlungsformen wertvolle Informationen für die Orientforschung liefern, vor allem auch im Hinblick auf die Herkunft und Entstehung bestimmter Bauweisen und Haustypologien sowie ihres Wandels und ihrer Gefährdung im Zeitalter der Industrialisierung. Ein entscheidender Schritt dabei ist es, den architektonischen Ausdruck der ländlichen kurdischen Bevölkerung zu verstehen und Zugang zu ihrem geschichtlichen, kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Hintergrund zu finden, da der Schlüssel zum Verständnis ihrer Architektur in ihrer Lebensform liegt. Dies geschieht mittels detaillierter Bauaufnahmen, ethnischer und soziologischer Untersuchungen. Der architektonische Vergleich mit historischen orientalischen Hausformen zeigt, dass sich die kurdischen ländlichen Haustypen teilweise oder ganz auf historisch belegte Vorbilder zurückführen lassen. Sie bewahren aber dennoch ihre Eigenständigkeit, indem sie sich in unverwechselbarer Weise den naturräumlichen und soziokulturellen Gegebenheiten Iranisch-Kurdistans angepasst haben. Es wird beschrieben, wie die kontinuierliche Veränderung der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in dieser Region ihre Spuren an den Häusern und Siedlungen hinterlässt. Die traditionelle ländliche Architektur dort wird durch die Auswirkungen der politischen Geschehnisse und militärisch-kriegerischen Auseinandersetzungen (beispielsweise 11. September 2001, Irak-Krieg seit März 2003) einerseits und die rasch fortschreitende Industrialisierung und Modernisierung andererseits vermutlich in wenigen Jahren für immer zerstört sein. Zur Autorin: Mandana Sedighi, Dr.-Ing. Architektur, ist derzeit als akademische Mitarbeiterin am Institut für Entwerfen und Bautechnik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in Forschung und Lehre tätig. | |||
| ISBN | 978 3 8030 0734 6 |
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| Auflage | 1 |
| Autor | Mandana Sedighi |
| Erscheinungsdatum | 22. Mai 2013 |
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| Technik als Kunst | |||
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In der griechisch-römischen Antike wurden Kunst und Technik unter dem gleichen Begriff zusammengefasst, in der Neuzeit hat man sie geschieden. Die alten Automaten stehen auf der Grenze zwischen beiden – nach der Einordnung, insofern ihre ästhetischen Werte mit scheinbar handgreiflicher Nutzlosigkeit in aller Regel parallel gehen, nach der Zeit, insofern sie von einem Medium der Kunst schließlich zum Kinderspielzeug herabgesunken sind. Die Geschichte der griechisch-römischen Automaten gewinnt weitgreifendes Interesse vor dem Hintergrund ihrer geistesgeschichtlichen Einbettung, in der Antike wie – noch stärker – in der Neuzeit. Es war also ein umfassender Neuansatz nötig, der sie von der archaischen Epoche bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts n. Chr. in den Blick nimmt. Hatte die Antike den Automaten weitgehend zu imitativen, suggestiven oder repräsentativen Zwecken im Bereich der bildenden Kunst belassen, überwog in der Neuzeit zunehmend eine Abwendung davon, hin zu einer Mechanisierung in ökonomischen Zusammenhängen. Das Buch beschließt deshalb ein Anhang, der sich mit der alten Frage beschäftigt, weshalb in der Antike keine industrielle Revolution stattgefunden hat. | |||
| ISBN | 978 3 8030 1061 2 |
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| Auflage | 1 |
| Autor | Pascal Weitmann |
| Erscheinungsdatum | 14. Mai 2013 |
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| Irmela von Hoyningen-Huene 1913–2012 Zeichnerin des Klangs | |||
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Dieses vollständige Werkverzeichnis erscheint zu den Ausstellungen zum 100. Geburtstag der Künstlerin in der Kulturhalle Tübingen (21. April 2013 – 2. Juni 2013) und im Klostermuseum der Stadt Ochsenhausen (27. Oktober 2013 – 12. Januar 2014). Das große Thema der im Jahr 1913 geborenen und 2012 im Alter von 99 Jahren in ihrer Geburtsstadt Tübingen verstorbenen Irmela von Hoyningen-Huene waren die Musik wie auch kulturelle und tagespolitische Themen. "Wenn ich Musik höre, sehe ich sie", und: "Was ich höre, sehe oder erlebe, nehme ich in mich auf. Es kommt auf Papier, wenn ich Zeit habe", bemerkte die Künstlerin einmal zu ihren Arbeiten. Mit engmaschigen Farb- und Bleistiftstrichen bemalte die Künstlerin dann Papierflächen im Format von 24 x 16 cm in Farb- und Schwarzweißkontrasten. Irmela von Hoyningen-Huene, Tochter des berühmten Tübinger Wirbeltierpaläontologen Prof. Fr. Baron von Hoyningen-Huene, begann mit ihrer künstlerischen Tätigkeit im Jahr 1954 und zeichnete bis zum Vorabend ihres Todes. So entstand ein Werk von gut 1000 Arbeiten, das weit über die Region Tübingen hinaus bekannt geworden. Im Jahr 2000 verlieh ihr der Künstlerbund Baden-Württemberg den "Erich-Heckel-Landespreis". Der vorliegende Band dokumentiert erstmals ihr Gesamtwerk, zu dem Tilman Osterwold in seinem Beitrag schreibt: "Innerhalb ihres Gesamtwerkes dominieren die klanglichen Elemente, die in ihren Zeichnungen erinnert und unmittelbar präsent werden. Unsere komplexen Wahrnehmungsfelder werden wachgerufen: Hören-Sehen-Spüren als Einheit. Diesen essentiellen Vorgang, den die Zeichnungen zur Wirkung bringen, kann der Betrachter nicht direkt rekonstruieren, es bleibt ein assoziativer Spielraum, um eigene Erfahrungen mit der Ausdrucksweise der Bildautorin zu verbinden. So suchen wir einen Weg durch die Zeichnung, weiten deren Horizont (und damit unseren eigenen) und fühlen, denken, phantasieren weiter. Hier tut sich ein ´spekulatives´ Tor auf: ihre Zeichnungen als Partitur zu erleben, die zwar Reminiszenzen gehörter Musik oder direkter Klang-Vorstellungen beinhalten, die aber mit dem Eigenleben der Zeichnung gleichzeitig eine ´neu´ erfundene Musik bildlich ´erklingen´ lassen." | |||
| ISBN | 978 3 8030 3362 8 |
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| Auflage | 1 |
| Autor | Irmela Röck, Dieter Göltenboth, Wolfgang Sannwald (Hrsg.) |
| Erscheinungsdatum | 21. April 2013 |
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| Lehre und Lehrer an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen | |||
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Texte: Sabine Bartelsheim, Gerda Breuer, Joachim Driller, Ute Eskildsen, Christiane Heiser, Thilo Koenig, Christopher Oestereich, Claus Pfingsten, Wolfgang Röver Die Essener Designerschule gehörte stets zu den bedeutendsten, innovativsten Ausbildungsstätten für Gestalter durch alle wechselnden Zeitläufte vierer verschiedener Gesellschaftssysteme hindurch: vom Kaiserreich über die Weimarer Republik und die NS-Diktatur bis hin zur Bundesrepublik. Dabei hob nicht nur das Folkwang-Konzept – der Versuch, bildende, angewandte und darstellende Künste an einem Ort zusammenzuführen – die Essener Einrichtung aus der Anzahl verwandter Institute heraus. Gerade die Folkwang-Schule wirkte durch das Zusammenwachsen von Lehrenden und Lernenden als Ort, der eine ganz eigene berufliche Gruppenidentität ermöglichte. Der vorliegende Band nähert sich dem Phänomen Folkwang-Schule auf verschiedene Weise. Wissenschaftlich fundierte Texte beleuchten zentrale Aspekte der bewegten Geschichte der Schule: so etwa die Entwicklung einzelner Fachrichtungen, wie Grafik, Fotografie oder Industrie-Design, die Veränderungen während der NS-Zeit und die Neuorientierungen in der Zeit des Wiederaufbaus nach 1945. Sie würdigen herausragende Lehrpersönlichkeiten wie den langjährigen Leiter Alfred Fischer oder die Pioniere professioneller Fotografie Albert Renger-Patzsch und Otto Steinert. Begleitet sind die Texte von historischen Dokumenten, die den Wandel der Lehre, aber auch Auseinandersetzungen während der NS-Diktatur belegen. Ebenso enthält der Band eine umfassende Sammlung biografischer Skizzen zu beinahe allen Lehrpersönlichkeiten bis Anfang der 1970er Jahre. Breiten Raum nehmen Interviews und Erinnerungen ehemaliger Studierender und Lehrender ein, die die historische Betrachtung um ihre unmittelbaren Eindrücke bereichern. Eine große Auswahl von Bildern aus dem Alltag der Schule illustriert ihre Geschichte und Leistung in den ersten sechzig Jahren. | |||
| ISBN | 978 3 8030 3213 3 |
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| Auflage | 1 |
| Autor | Gerda Breuer, Sabine Bartelsheim, Christopher Oestereich (Hg.) |
| Erscheinungsdatum | 14. Juli 2012 |