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| 1937 | ||||
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Mit Gemälden und Skulpturen, Zeichnungen, Grafiken und Fotografien von 200 Künstlerinnen und Künstlern führt uns die Kunsthalle Bielefeld in einer Ausstellung in die Zeit vor 70 Jahren zurück – in das Jahr 1937. Es ist das Jahr, in dem in München die Wanderausstellung „Entartete Kunst“ mit über hundert aus öffentlichen Sammlungen verbannten Künstlern eröffnet wurde. In der Sowjetunion wurde mit der „Entlarvung“ von „Spionen“ begonnen, nachdem auch Stalin die russische Avantgardekunst aus den Museen entfernt hatte. Nach dem Militärputsch General Francos 1936 rüstete sich auch Spanien gegen die Moderne, die Bombardierung Guernicas löste einen internationalen Schock aus. – In der Kunstgeschichte steht 1937 für den Beginn eines Alptraums der Plünderung und Zerstörung. Die Kunst wird aufgrund der erzwungenen Migration nahezu schlagartig international. Viele Künstler überdenken vor dem heraufziehenden Weltkrieg die Wirkung ihrer Formen. Die künstlerische Synopse stellt den trügerischen Perfektionsidealen des Nationalsozialismus, wie sie Arno Breker, Leni Riefenstahl und diverse faschistische Maler verkörpern, deutsche Künstlerpersönlichkeiten wie Max Beckmann gegenüber, die das „böse Erwachen“ darstellen. Einen Höhepunkt der Präsentation mit sehr bekannten, aber auch weniger bekannten Namen bildet der internationale Surrealismus mit Salvador Dalí, Max Ernst, René Magritte, Man Ray oder Joan Miró, die wie Pablo Picasso ihr Entsetzen über das Weltgeschehen zum Ausdruck brachten und dabei eindrucksvolle Kunstdenkmäler schufen. Zum Abschluss der Schau stimmen abstrakte und konstruktivistische Hauptwerke darauf ein, dass Demokratie und Frieden ohne Ausgleich und Balance kaum möglich sind. | ||||
| ISBN | 978 3 8030 3319 2 |
|---|---|
| Auflage | 1 |
| Autor | |
| Erscheinungsdatum | 2007 |
| X | ||||
| Al-Andalus Acht Jahrhunderte muslimischer Zivilisation in Spanien | ||||
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Mit dem Eindringen arabischer Armeen in Spanien im frühen 8. Jahrhundert begann eine fast 800 Jahre andauernde islamische Präsenz auf dem Boden der Iberischen Halbinsel. Mit der spanisch-muslimischen bzw. ‚andalusischen‘ Zivilisation, die sich nun hier entfaltete, verbinden sich bedeutende Errungenschaften des mittelalterlichen Islam: die Moschee in Córdoba, die Alhambra in Granada oder die Werke eines Averroes. Die Geschichte dieses Brückenlands zwischen Orient und Okzident fasziniert noch heute Abend- wie Morgenländer, die diese Kultur beide für sich beanspruchen. Vor allem die Epoche des umaiyadischen Kalifats wird gerne als ‚goldenes Zeitalter‘ überhöht, indem die Vertreter der drei monotheistischen Weltreligionen im Schatten der großen Werke der Antike, aber auch in den Gassen von Córdoba, Granada und Toledo harmonisch zusammenlebten und sich gegenseitig befruchteten. Der Autor zählt zu einer Reihe spanischer und französischer Historiker, die in jüngerer Zeit diesem Bild durch eine intensivierte Forschungsarbeit auf den Grund gehen. Er bietet hier eine reich illustrierte Gesamtschau der kulturell und künstlerisch so außerordentlich fruchtbaren spanisch-muslimischen Zivilisation und ihrer Beziehungen zur Welt des christlichen Mittelalters. Eine Kulturgeschichte des muslimischen Spanien, die uns diese Epoche in neuem – von den Fakten gestütztem – Licht entdecken lässt Eines der wichtigsten Nachschlagewerke zum Thema, nun auch in deutscher Sprache Aus dem Inhalt: al-Andalus als Provinz des Kalifats von Damaskus; die Krise Mitte des 8. Jahrhunderts; das umaiyadische Emirat; das umaiyadische Kalifat von Córdoba; die Taifa-Reiche; Almoraviden; Almohaden; die Reconquista des 13. Jahrhunderts; das Ende etc. Der Autor: Pierre Guichard ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Lumière-Lyon II. | ||||
| ISBN | 978 3 8030 4028 2 |
|---|---|
| Auflage | |
| Autor | Pierre Guichard |
| Erscheinungsdatum | 2005 |
| X | ||||
| Art Bridge New York - Cologne - New York | ||||
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Köln hat sich zu einer Metropole für den europäischen und internationalen Kunstmarkt entwickelt und stellt heute einen attraktiven Gegenpol zum Brennpunkt der internationalen Kunstszene, zu New York, dar. Beide Städte haben in fünf Jahrzehnten die Kunstwelt in Amerika, Europa und Asien maßgeblich beeinflusst. Während die Beziehungen zwischen ihnen in den 60er und 70er Jahren noch unter primär künstlerischen und kulturellen Gesichtspunkten standen, erlebten beide in den 80er und 90er Jahren die Auswirkungen einer immer stärker von ökonomischen Imperativen beherrschten Kunstwelt, die das heutige Markt- und Medienbewusstsein der Künstler, Galeristen und Ausstellungsmacher einschneidend geprägt haben. Das Buch versucht, die künstlerischen, wirtschaftlichen und kunsthistorischen Wechselwirkungen, Verflechtungen und Bezüge zwischen dem Kölner und dem New Yorker Kunstmarkt einzukreisen und naher zu beleuchten. Kritiker, Künstler, Galeristen, Sammler, Kuratoren, Ausstellungsmacher und Museumsleiter zeichnen die Entwicklung und Dynamik dieses Markts aus verschiedenen einander ergänzenden oder auch widersprechenden Perspektiven nach. | ||||
| ISBN | 978 3 8030 3302 4 |
|---|---|
| Auflage | |
| Autor | Peter Krueger |
| Erscheinungsdatum | 2001 |
| X | ||||
| Auf dem Sternenweg nach Santiago | ||||
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| ISBN | 978 3 8030 4014 5 |
|---|---|
| Auflage | |
| Autor | |
| Erscheinungsdatum | 1992 |
| X | |||||
| Being Object. Being Art. | |||||
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Kulturen in ihrer Einzigartigkeit und Vielfalt zählen zum Reichtum dieser Welt – ebenso wie ihre materiellen Erzeugnisse. Dies spiegelt sich in den ethnographischen Sammlungen aus Afrika, Amerika, Südostasien, Ozeanien und Ostasien des Museums der Weltkulturen Frankfurt am Main wider. Von insgesamt etwa 67.000 Sammlungsobjekten werden 130 Werke mit herausragenden Fotografien vorgestellt. Aus der Fülle meist ähnlicher Objekte haben die Autoren nach individuell/subjektiven Gesichtspunkten besonders ausgefallene 'Ethnographica', Gebrauchs- oder Ritualgegenstände aus indigenen Gesellschaften, ausgewählt. Die Objekte in diesem Band werden nicht nur in einem ethnologischen Kontext gedeutet, sondern zugleich als Kunstwerke beschrieben und interpretiert. Um das Augenmerk des westlichen Betrachters auf die künstlerischen Qualitäten von Ethnographica zu lenken, werden sie hier gezielt als Ergebnisse indigener Ästhetik und indigenen Kunstschaffens dargestellt. Zum besseren Verständnis eines jeden Kunstwerks fragen die Autoren danach, in welcher Umgebung ein Werk entstand und von welchen Ideen über Farbe, Form, Symmetrie, Balance etc. die Künstler geprägt waren. Es ist das gemeinsame Ziel, das Außerordentliche, das Elaborierte, das Andere, das Perfekte oder gerade nicht Perfekte, das Harmonische oder das Beunruhigende an ihnen zu präsentieren. Die Bedeutung eines Objekts ist jedoch durch seine ursprüngliche Herkunft und Bestimmung nicht unveränderlich festgelegt. Mit dem Wechsel von Betrachtern und Besitzern verändern sich auch die mit dem Gegenstand assoziierten Ideen und Gedanken. Daher lässt sich die Wirkung eines Kunstwerks immer nur in der Auseinandersetzung mit den ästhetischen Vorstellungen und dem Vorwissen seines jeweiligen Betrachters nachvollziehen. Hier treffen die unterschiedlichen ästhetischen Konzepte indigener und europäischer Gesellschaften aufeinander und führen zu Reaktionen, die im Idealfall zwischen beiden Sichtweisen vermitteln. "Being Object. Being Art. Meisterwerke aus den Sammlungen des Museums der Weltkulturen Frankfurt am Main" verdeutlicht ein zentrales Anliegen der Autoren im Hinblick auf die Präsentation außereuropäischer Kunst: Für sie kann die viel diskutierte Frage "Kunst oder Kontext" nicht mit einem apodiktischen "Entweder-Oder", sondern nur mit einem "Sowohl-als-Auch" beantwortet werden. | |||||
| ISBN | 978 3 8030 3336 9 |
|---|---|
| Auflage | 1 |
| Autor | |
| Erscheinungsdatum | 29. September 2009 |
| X | |||
| Being Object. Being Art. | |||
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Kulturen in ihrer Einzigartigkeit und Vielfalt zählen zum Reichtum dieser Welt – ebenso wie ihre materiellen Erzeugnisse. Dies spiegelt sich in den ethnographischen Sammlungen aus Afrika, Amerika, Südostasien, Ozeanien und Ostasien des Museums der Weltkulturen Frankfurt am Main wider. Von insgesamt etwa 67.000 Sammlungsobjekten werden 130 Werke mit herausragenden Fotografien vorgestellt. Aus der Fülle meist ähnlicher Objekte haben die Autoren nach individuell/subjektiven Gesichtspunkten besonders ausgefallene 'Ethnographica', Gebrauchs- oder Ritualgegenstände aus indigenen Gesellschaften, ausgewählt. Die Objekte in diesem Band werden nicht nur in einem ethnologischen Kontext gedeutet, sondern zugleich als Kunstwerke beschrieben und interpretiert. Um das Augenmerk des westlichen Betrachters auf die künstlerischen Qualitäten von Ethnographica zu lenken, werden sie hier gezielt als Ergebnisse indigener Ästhetik und indigenen Kunstschaffens dargestellt. Zum besseren Verständnis eines jeden Kunstwerks fragen die Autoren danach, in welcher Umgebung ein Werk entstand und von welchen Ideen über Farbe, Form, Symmetrie, Balance etc. die Künstler geprägt waren. Es ist das gemeinsame Ziel, das Außerordentliche, das Elaborierte, das Andere, das Perfekte oder gerade nicht Perfekte, das Harmonische oder das Beunruhigende an ihnen zu präsentieren. Die Bedeutung eines Objekts ist jedoch durch seine ursprüngliche Herkunft und Bestimmung nicht unveränderlich festgelegt. Mit dem Wechsel von Betrachtern und Besitzern verändern sich auch die mit dem Gegenstand assoziierten Ideen und Gedanken. Daher lässt sich die Wirkung eines Kunstwerks immer nur in der Auseinandersetzung mit den ästhetischen Vorstellungen und dem Vorwissen seines jeweiligen Betrachters nachvollziehen. Hier treffen die unterschiedlichen ästhetischen Konzepte indigener und europäischer Gesellschaften aufeinander und führen zu Reaktionen, die im Idealfall zwischen beiden Sichtweisen vermitteln. "Being Object. Being Art. Meisterwerke aus den Sammlungen des Museums der Weltkulturen Frankfurt am Main" verdeutlicht ein zentrales Anliegen der Autoren im Hinblick auf die Präsentation außereuropäischer Kunst: Für sie kann die viel diskutierte Frage "Kunst oder Kontext" nicht mit einem apodiktischen "entweder – oder", sondern nur mit einem "sowohl – als auch" beantwortet werden. | |||
| ISBN | 978 3 8030 3338 3 |
|---|---|
| Auflage | 1 |
| Autor | |
| Erscheinungsdatum | Oktober 2009 |
| X | ||||
| Buddha Bildnisse aus Stein in Korea | ||||
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Im Mittelpunkt des Buches stehen steinerne Buddha-Bildnisse aus verschiedenen Epochen: von der Zeit der Drei Königreiche in Korea (57 v. Chr. - 608 n. Chr.) über diejenige des Groß-Silla-Reichs (676-935) und der Koryo-Dynastie (935-1392) bis zu den seltener werdenden Beispielen der Yi-Dynastie (1392-1910). 78 von ihnen werden in großartigen Fotos vorgestellt, die sie jeweils aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen, während die Autorin den künstlerischen Stil wie die religiöse Bedeutung der einzelnen Objekte aufschlüsselt. Wie in China oder Japan wurden auch in Korea Buddha-Bildnisse in den unterschiedlichsten Materialien gefertigt, doch wurde hier schon früh der Stein zum bevorzugten Darstellungsmittel. Die steinernen Bilder beziehen ihre Bedeutung auch aus der Tatsache, dass sie zumeist noch an ihrem Entstehungsort zu finden sind, also in ihrem Kontext, damit auch ihrem politischen und kulturellen Umfeld gesehen werden können. Die frühesten erhalten Steinbilder und -reliefs stammen aus der 2. Hälfte des 6. Jahrhunderts, wobei sich Qualität und Quantität im 7. Jahrhundert drastisch steigerten, was zur Blütezeit der koreanischen Steinmetzkunst im 8. Jahrhundert überleitete, einer Periode des Groß-Silla-Reichs, in der dank der Patronage der königlichen Familie und der Aristokratie zahllose Bildnisse sehr unterschiedlicher Ausdrucksformen gefertigt wurden. In der Koryo-Ära spielte der Buddhismus eine herausragende Rolle, was steinerne Buddha-Reliefs sehr populär machte; auch die über das Land verteilten Kolossalbildnisse künden von dieser Zeit. Die ablehnende Haltung der Yi-Dynastie gegenüber dem Buddhismus führte schließlich zu einem Niedergang der Kunstform. Die Autorin ist Professorin für Kunstgeschichte an der Duksung Women Universität in Seoul. | ||||
| ISBN | 978 3 8030 3313 0 |
|---|---|
| Auflage | 1 |
| Autor | Song-un Choe (Text), Chang-hun Ahn (Fotos) |
| Erscheinungsdatum | 2005 |
| X | ||||
| Call me ISTANBUL ist mein Name | ||||
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Der eine Ausstellung im ZKM Karlsruhe begleitende Katalog bietet Gelegenheit, sich ein Bild von der Megastadt Istanbul zu machen – ein vielfältiges Bild, dessen Teile von türkischen Künstlern, Designern, Architekten, Schriftstellern, Musikern und Filmregisseuren entworfen werden. Sie zeigen, welch intensiven Dialog sie mit ihrer Stadt und deren urbaner Struktur führen, und ermöglichen die Begegnung mit einigen der Signale, die von dieser Megapolis ausgehen – einem Ort der Orte, der nie aufgehört hat, sich zu verändern. So wie Konstantinopel zu Istanbul wurde, wandeln sich hier Derwische zu Robotern, ein Minarett in einen Aufzug, Männer werden zu Frauen, Bauchtänzerinnen zu Computeranimationen, das nomadische Zelt zu einer technischen Metallkonstruktion und der fliegende Teppich zu einem erzählerischen Stilmittel. Dabei entsteht jedoch nicht nur ein Abbild des realen Istanbul, hier spiegeln sich urbane Visionen von interkulturellen Lösungen für die Konflikte europäischer Städte und Metropolen von morgen. Denn „Istanbul“ kann auch als durchlässige Membran zwischen Raum und Zeit gesehen werden, eine Art transparenter Folie zwischen der Stadt am Bosporus der Gegenwart und dem Europa der Zukunft – und als ein Vorbild für die zukünftigen Multi-Städte Europas, dessen Charakteristikum ein flexibles und vibrierendes System ist. Das Buch enthält darüber hinaus Beiträge von Experten zu spezifischen sozialen und urbanen, architektonischen und künstlerischen sowie sexuellen und religiösen Aspekten der türkischen Gesellschaft. Es erinnert auch daran, dass die Türkei zahlreichen jüdischen und nicht-jüdischen Wissenschaftlern und Künstlern aus Deutschland Asyl auf der Flucht vor den Nationalsozialisten bot. Hier konnten sie ihr Werk fortsetzen und hatten teil am Modernisierungsprozess des Landes. Man denke z. B. an die Architekten Bruno Taut und Martin Wagner oder an Hans Poelzig und andere Vertreter der deutschen Moderne. Die Kenntnis dieses Kompendiums sollte jeder Debatte um den EU-Beitritt der Türkei vorausgehen. Beteiligte Künstler/innen: Can Altay, Vahap Av5ar, Revan Barlas, Paolo Colombo und Michela Guberti, Ipek Duben, Cevdet Erek, Emre Erkal, Esra Ersen, Erik Göngrich, Genco Gülan, Halil Selçuk Guri5ik, Nicoline van Harskamp, Hüseyin Karagöz, Gülsün Karamustafa, Antal Lakner, Gérard Mermoz, Aydan Murtezaoglu, NOMAD, Füsun Onur, Anny und Sibel Öztürk, Oda Projesi, Fuat und Murat 7ahinler, Bülent 7angar, Sarkis, Sermin Sherif, Belmin Söylemez, Hale Tenger, Nazif Topçuoglu, Ertug Uçar und Statisticlal Workshop Team, xurban.net, Yogurt Technologies | ||||
| ISBN | 978 3 8030 0700 1 |
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| Auflage | |
| Autor | |
| Erscheinungsdatum | 2004 |
| X | |||
| Chancen, Möglichkeiten und Grenzen von Kunst im Unternehmen | |||
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Kunst und Wirtschaft – damit sind zwei Sphären bezeichnet, die sich in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt einander angenähert haben. Vom Einzelfall der Sparda-Bank Baden-Württemberg ausgehend wird das Thema "Kunst im Unternehmen" als Grenzbereich zwischen Kunstgeschichte, Betriebswirtschaft und Marketing interdisziplinär beleuchtet. Die Sparda-Bank bietet mit ihrem recht jungen unternehmensfremden Engagement, vor allem aber mit ihrem Fokus auf Otto Herbert Hajek (1927–2005), die Möglichkeit, die Wirkung von "Kunst im Unternehmen" näher zu beleuchten. Das kommunikative Element rückt besonders in den Vordergrund, denn mit Hajek legte sich die Bank auf einen Künstler fest, für den Kommunikation mit Kunst ein wesentlicher Aspekt seines Schaffens gewesen ist. Ausgehend von der letzten großen Platzgestaltung "Zeichen ortieren Orte", die Hajek für die Sparda-Bank realisierte, erhält der Künstler und sein Schaffen im Außenraum eine Würdigung und Einordnung in die Kunstgeschichte, die nicht nur die Stringenz seines Denkens und deren Umsetzung in Kunstwerke einbezieht, sondern vor allem seine Leistungen bezüglich der Belebbarkeit von Orten in Städten in den Vordergrund rückt. Von der "Kunstumzingelung" wird der Bogen zu den verschiedenen Wirkmechanismen, den darin liegenden Chancen und Möglichkeiten von "Kunst im Unternehmen", aber auch ihren Grenzen gespannt. Die Hinzunahme von ausgewählten Unternehmen, die erfolgreich Kunst zur Kommunikation nach innen und nach außen verwenden, dient der Verortung des Engagements der Sparda-Bank und dokumentiert zugleich die Vielfältigkeit und die sich dadurch bietenden Chancen. | |||
| ISBN | 978 3 8030 3342 0 |
|---|---|
| Auflage | 1 |
| Autor | Chris Gerbing |
| Erscheinungsdatum | 18. August 2010 |
| X | |||
| Der Fortschritt des Erinnerns | |||
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Vor 70 Jahren, im September 1940, nahm sich Walter Benjamin im spanischen Portbou nahe der französischen Grenze auf der Flucht vor dem Naziregime das Leben. Seinem Denken und dem Andenken an sein Schicksal widmete der 1930 geborene, in Tel Aviv und Paris lebende Künstler Dani Karavan eine Denkmalanlage, die 1994 eröffnet wurde. Sie besteht aus mehreren Stationen und bezieht auch das Schicksal von vielen anderen ein, die dort ihr Leben verlieren mußten oder retten konnten. "Der Fortschritt des Erinnerns" macht auf fünf verschiedenen Wegen und mit vielen Fotos der Autorin Dani Karavans Denkmalanlage als eine Stätte der Einkehr, der Selbstbesinnung und der Auseinandersetzung nachvollziehbar: mit dem Ort, mit der Geschichte, mit der Gegenwart. Der Künstler hat für dieses Buch einige, bisher unveröffentlichte Zeichnungen und Aquarelle zur Verfügung gestellt. Indem Karavans einzelne Stationen sozusagen das Hier markieren und den Blick auf ein Dort öffnen, wird zugleich auf die Zukunft hingewiesen, und das betrifft die Frage, wohin dieses Erinnern uns führen kann, und welche Rolle wir als Zuschauerinnen oder Zuschauer spielen. "Der Fortschritt des Erinnerns" rekonstruiert einerseits das architektonische und städtebauliche Potential einer solchen Gedenkstätte für einen Ort abseits touristischer Zentren und reflektiert andererseits das In-Vergessenheit-Geraten der Debatte zum Thema Erinnern und Verdrängen. Eine wesentliche Frage in diesem Zusammenhang ist die Vereinnahmung des Gedenkens durch politische Interessen sowie die Vereinbarkeit von Kulturtourismus und Massentourismus. Der Begriff 'Fortschritt' – im Sinne von Walter Benjamin in Verbindung mit dem Begriff 'Verfallszeit' – begleitet dazu die entsprechenden philosophischen Gedankengänge. In einem Prolog wird an Pablo Picassos 'Guernica' und Constantin Brâncuşis Denkmalanlage in Târgu Jiu – beides 1937 entstanden – der Stellenwert des Kunstwerks im Zusammenhang mit dem Erinnern hinterfragt. In einem Epilog wird ergänzend dazu an künstlerischen Beiträgen von Hans Kupelwieser und Jochen Gerz und mit theoretischen Hinweisen auf Literatur, Philosophie und Film das Vergessen in diesem Prozeß thematisiert. "Der Fortschritt des Erinnerns" verfolgt eine Entwicklung: wie das Kunstwerk zum Begriff wird, der Begriff zum Denkmal, das Denkmal zur Werbung. Der Verbrauch und die Vereinnahmung durch Politik und Konsum in Form von Tourismus betreffen offene Fragen der Zukunft von Portbou. Das, woran erinnert werden soll, droht auf diese Weise vergessen zu werden. Aber gerade hier setzt die Kunst in ihrer Wandlungsfähigkeit an und verrät etwas über die Unermeßlichkeit ihrer Geheimnisse, Dani Karavans Denkmalanlage in Portbou ist dazu das auf mehreren Wegen erfahrbare Beispiel. Sigrid Hauser, geboren in Meran. Universitätsprofessorin für Architekturtheorie an der Technischen Universität Wien. Bücher und Texte zur Architektur von Lois Welzenbacher, Curzio Malaparte, Tadao Ando, PAUHOF, Peter Zumthor u.a. Zahlreiche Publikationen zu Themen der Konzeptions- und Rezeptionsästhetik, Schwerpunkte: Fotografie, Film, Kunst, Literatur und Politik im Zusammenhang mit Architektur. Zuletzt ist erschienen: "Kafkas Raum im Zeitalter seiner Digitalen Überwachbarkeit"', Löcker, Wien 2009. | |||
| ISBN | 978 3 8030 3344 4 |
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| Auflage | 1 |
| Autor | Sigrid Hauser |
| Erscheinungsdatum | 24. August 2010 |